Puppentheater Korneuburg

 

  2100 Korneuburg, Laaerstraße 32

 

 

   Liebe kleine und große Menschen!

 

    WIR    SPIELEN    WIEDER!!!!!!!!!!

 

   

   Vorbestellungen: 0677 6121 9163 (Sven Stäcker)

 

  www.puppentheater-korneuburg@gmx.at

 

  Besondere Terminwünsche sind bitte unter obiger Telefonnummer zu erfragen.

 

  SPIELPLAN 2021

 

September      FROSCHKÖNIG

 

Freitag // 17.09.2021 // 16:00 Uhr

Sonntag // 19.09.2021 // 10:30 und 15:00 Uhr

 

Freitag // 24.09.2021 // 16:00 Uhr

Sonntag // 26.09.2021 // 10:30 und 15:00 Uhr

 

Oktober    MÄUSEKEKS

 

Freitag // 22.10.2021 // 16:00 Uhr

Sonntag // 24.10.2021 // 10:30 und 15:00 Uhr

 

Freitag // 29.10.2021 // 16:00 Uhr

Sonntag // 31.10.2021 // 10:30 und 15:00 Uhr

 

November      DIE SCHÖNE UND DAS BIEST

 

Freitag // 19.11.2021 // 16:00 Uhr

Sonntag // 21.11.2021 // 10:30 und 15:00 Uhr

 

Freitag // 26.11.2021 // 16:00 Uhr

Sonntag // 28.11.2021 // 10:30 und 15:00 Uhr

 

Dezember      HÄWELMANN

 

Freitag // 17.12.2021 // 16:00 Uhr

Sonntag // 19.12.2021 // 10:30 und 15:00 Uhr

 

Sonntag // 26.12.2021 // 10:30 und 15:00 Uhr

  


Am 11.11.2021 um 19:00 Uhr in dem Puppentheater Korneuburg!!!!!!

 

"DAS LEBEN IST WIE EIN FISCH AN DER WAND"

 

 

ALLGEMEINE Tageszeitung Voralberg

Wenn das Lachen im Hals stecken bleibt

Ein Stück, das betroffen und nachdenklich macht.

Sven Stäcker spielte „Das Leben ist wie ein Fisch an der Wand“.

Zwei Schmetterlinge – als Fingerpuppen an der Hand von Sven Stäcker – unterhalten sich. Der eine ist braun und hat auf beiden Flügeln ein Hakenkreuz, der andere ist gelb. Der braune Schmetterling will vom gelben ein Rätsel wissen. Das Rätsel ist so absurd, dass es der braune nicht errät und ihm dann nachfliegt und schreit: „Wenn ich dich erwische!“

So beginnt das Theaterstück für Jugendliche ab zwölf Jahren, das am Donnerstagabend im Rahmen von Luaga & Losna im Theater am Saumarkt in Feldkirch zu sehen war. Stäcker, der alle Figuren spielt, schlüpft in unterschiedliche Rollen. Begleitet wird er auf der Mundharmonika von Stephan Rausch, der dazwischen Klezmer-Lieder spielt. Die Regie hat Sven Stäcker gemeinsam mit Ulrike Melnik inne, die auch für das Bühnenbild verantwortlich zeichnet.

Ein Meister der Witze

Die große Handpuppe Tod schaut lustig und beängstigend zugleich aus. Der Tod muss viele Juden vor ihrer Zeit holen. Der jüdische Schuhmacher mag aus verständlichen Gründen aber noch nicht mitgehen. So macht der Tod mit ihm einen Deal aus. Wenn er ihn zum Lachen bringt, dann muss der Schuhmacher mit. Der Tod ist ein Meister der (jüdischen) Witze und amüsiert sich über diese am meisten. Der Schuhmacher beginnt jedoch erst zu lachen, als der Tod den Witz von den Herrschenden bringt, die Gutes leisten.

Überall gibt es Anspielungen auf das Naziregime. Einmal verdeckt, dann wieder ganz offen. Der Tod beginnt meist mit „Ich hab noch einen: …“ und „Hitler geht mit einem Seil in den Wald …“ „Der fängt schon mal gut an“, kommentiert der Schuhmacher. Der Turm auf der Bühne ist ein Schornstein und eine der vielen deutlichen Anspielungen auf den Holocaust und die Konzentrationslager. In den Koffern liegen nur die Handpuppen, sie deuten auch auf die Koffer der Juden hin, die sie in die KZs mitgenommen haben. An einer anderen Stelle fragt jemand: „Wo ist das Schüsselchen mit Milch?“ und weckt so Assoziationen zur „Todesfuge“ von Paul Celan.

Kunst und Grauen

Am Ende frisst der braune Schmetterling den gelben auf und schreit: „Gefressen ist vergessen.“ Der Tod hat daraufhin die Schnauze voll, er will sich mit einer Pistole umbringen. Aber das funktioniert nicht. So heftet er sich einen Judenstern an die Brust. „Lass uns tanzen!“, sagt der Tod. Die Kunst scheint ein möglicher Ausweg aus diesem Grauen zu sein.

Das Stück wurde nach Texten von Rajzel Zychlinski (geboren 1910 in Polen) geschrieben und inspiriert, die in der jiddischen Literatur des 20. Jahrhunderts eine herausragende Stellung einnimmt. Vor allem durch ihre Lyrik wurde sie schon als Jugendliche bekannt. Sie floh 1939 vor den Nazis nach Lemberg. Nach dem Krieg kehrte sie kurz nach Polen zurück, wanderte dann aber bald in die USA aus, wo sie ihr weiteres Leben verbrachte. Sie starb 2001 in Kalifornien.

Das Lachen über alltägliche Dinge blieb einem als Zuschauer im Hals stecken. Sven Stäcker vermittelte durch seine Stimme und mit den Handpuppen meisterhaft das Grauen und man verließ die Vorstellung betroffen und nachdenklich. Es ist ein Stück, das nicht anklagt, aber sehr deutlich schildert, was in dieser Zeit mit den Juden passiert ist: Mord und Vernichtung von unschuldigen Menschen. Daniel Furxer

 

Vorbestellungen unter: 0677 6121 9163

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puppentheater-korneuburg@gmx.at